
Wärme und Licht spendet es ihm und es ist ein treuer Gehilfe bei vielen alltäglichen Arbeiten geworden. In den Kirchen der Welt brennt das Licht der Kerze als Zeichen der Versinnbildlichung des Guten, als Ausdruck für die Ewigkeit. Sehr bald hat der Mensch in seiner Geschichte aber auch schmerzliche Erfahrungen mit dem Medium Feuer machen müssen. Das ist meist dann der Fall, wenn die heiße, leuchtende Naturgewalt ungewollt oder gewollt ihren gewohnten Platz verlässt und sich zerstörerisch einen Weg bahnt.
Seit hunderten von Jahren setzen sich Menschen gegen Unbilden der Natur, gegen Schadensfälle, Notstände und insbesondere gegen Brände, die ihr Hab und Gut, aber auch das eigene Leben bedrohen, zur Wehr. Bereits kurz nach Beginn der christlichen Zeitrechnung sind uns aus dem Römischen Reich Gruppen von Menschen bekannt, die sich auf Befehl in einer organisierten Form dem Kampf gegen die Feuergewalten stellten. In ihnen sind wohl damals vor etwa 2000 Jahren die Wurzeln dessen zu suchen, was man heute landläufig als Feuerwehr bezeichnet.
Heute liegen die Schwerpunkte der Feuerwehren in ganz unterschiedlichen Bereichen. Sicherlich steht das Retten von Mensch und Tier, das Löschen von Bränden, Bergen von Personen oder Sachgütern und das Schützen aller im Vordergrund, doch nehmen technische Hilfeleistungen und Gefahrguteinsätze einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Die Feuerwehr der Kreisstadt St.Wendel besteht aus insgesamt 13 Löschbezirken und deckt den Brandschutz für 16 Ortschaften ab. Rund 200 mal im Jahr heißt es für die Feuerwehrmänner und Frauen raus aus dem Bett, weg von der Arbeit, weg von den Kindern oder dem Lebenspartner um Menschenleben zu retten, und nicht selten sein eigenes dafür aufs Spiel zu setzen.
Die Alarmierung der Löschbezirke wird durch die in St.Wendel ansässige Kreisalarmzentrale veranlasst. Dort laufen die Notrufe des Bundesweit einheitlichen Notrufs 112 für den Landkreis St.Wendel auf und werden verarbeitet. Dort wird entschieden ob es sich um einen Brandeinsatz, eine technische Hilfeleitung oder einen Gefahrguteinsatz handelt und entsprechende Kräfte alarmiert. Danach arbeiten alle Kräfte unentgeltlich und ehrenamtlich getreu dem Motto, Gott zur Ehr dem nächsten zur Wehr. Sicherlich entsteht schnell der Eindruck das bei Löschbezirken wie in der St.Wendeler Kernstadt mit Rund 150 Einsätzen im Jahr eine Berufsfeuerwehr existiert, doch auch hier wird ehrenamtlicher Dienst geleistet.
Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz. Kommt es zu einer Schadenslage wird diese von Ihrer Feuerwehr bekämpft. Doch mit dem Abrücken von der Einsatzstelle ist dieser noch lange nicht zu ende. Fahrzeuge müssen wieder bestückt, gereinigt und eventuell repariert werden. Material wird ausgetauscht, gewartet und gepflegt. Überlegt man, dass auf Grund knapper Kassen Feuerwehrfahrzeuge bis zu 30 Jahren alt werden müssen, erklärt sich auch der enorme Zeitaufwand.
Doch zum Schutze der Bürger und Bürgerinnen bedarf es noch viel mehr. Vor allem junge Lebensretter werden immer wichtiger. Durch den Umstand, dass Jugendliche erst mit 8 Jahren in die Jugendfeuerwehr kommen können, sind diese meist schon in anderen Vereinen tätig. Doch stellt sich die Frage nach einer Freizeitbeschäftigung aus technischem Verständnis, Nächstenliebe, Disziplin und körperlicher Fitness ist Ihre Feuerwehr bestimmt die richtige Wahl. Auch erwachsende Quereinsteiger sind gerne gesehene Lebensretter.
In den vergangenen Monat wurden immer mehr Stimmen laut, die behaupteten bei der Feuerwehr gäbe es nur Brandstifter. Sicherlich kommt dieser Eindruck nicht von Ungefähr. Sei es der Großbrand im Industriegebiet von St.Wendel oder andere. Jedoch sei eines bedacht, ein Mensch der die Geschwindigkeit liebt geht in einen Motorsportclub, Menschen die den Nervenkitzel benötigen werfen sich aus einem Flugzeug und Brandstifter gehen leider zur Feuerwehr. Zum Glück ist die Kriminaltechnik heute auf so einem hohen Niveau, dass diesen „Nestbeschmutzern“ keine Möglichkeit bleibt ihre zu verachtenden Straftaten zu verheimlichen.
Verantwortlich für die Löschbezirke Bliesen, Dörrenbach, Hoof, Leitersweiler, Mittleres-Ostertal, Niederlinxweiler, Oberlinxweiler, Osterbrücken, Remmesweiler, St.Wendel, Urweiler, Werschweiler und Winterbach ist der Kreisstadtwehrführer Dirk Schmidt. Sowie sein Stellvertreter Oliver Grimm. ©SGR | |