Freiwillige Feuerwehr der Kreisstadt St. Wendel
 
31.08.17

Wasserentnahme und "Retten aus Höhen und Tiefen" Übung im Zug 1

Kategorie: Ausbildung, Lbz.Kernstadt

Quelle: Feuerwehr St.Wendel - Kernstadt

An den beiden vergangen Montagen fand im Rahmen unseres Übungsdienstes die Ausbildung innerhalb der Abteilungen statt.

In der Abteilung 1 wurde am ersten Montag das Thema „Einfaches Retten aus Höhen und Tiefen“ und in der Abteilung 2 die „Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer“ ausgebildet. Eine Woche später, letzten Montag, wurden die Themen getauscht. Somit ist es möglich in kleineren Gruppen intensiver und ausführlicher zu üben und den Erfolg für die Mannschaft somit zu optimieren.

Kommt es zu einem Schadenfeuer außerhalb des Abdeckungsbereiches des öffentlichen Hydrantennetzes, so müssen wir in vielen Fällen auf andere Wasserquellen zurückgreifen, wie z. B. Bäche, Flüsse, Seen oder Löschteiche. In zwei Gruppen wurde die Wasserentnahme und Förderung mit den uns zur Verfügung stehenden Pumpen und Fahrzeugen geübt und verschiedene Einsatzszenarien durchgespielt. Unser LF 16 TS ermöglicht die Entnahme über eine sogenannte Vorbaupumpe an der Front des Fahrzeuges. Ebenso ist im Heck eine Tragkraftspritze (TS) verladen. Des Weiteren wurde mit unserem Wechselmodul TS, welches auf dem GW-Log 1 verladen ist, ebenfalls die Wasserentnahme und Abgabe geübt. Dieses kommt meistens bei langen Strecken als Verstärkerpumpe zum Einsatz, und kann so schnell und sicher transportiert werden, ohne ein Fahrzeug hierfür zu binden.

Unsere Drehleiter, sowie der auf dem Löschgruppenfahrzeug (LF20) verladene Satz Absturzsicherung ermöglicht uns, neben der Patientenrettung im Rahmen der Amtshilfe für den Rettungsdienst, im Bedarfsfall auch eine Rettung aus Höhen und Tiefen sowie das Arbeiten in absturzgefährdeten Bereichen durchzuführen. Unter Berücksichtigung der geltenden Vorgaben und Dienstvorschriften können wir so, auch ohne die Höhenretter (welche in Saarbrücken und Merzig stationiert sind), Personen aus ihrer misslichen Lage befreien.

Der häufigste Einsatzgrund aus diesem Spektrum stellt die Menschenrettung über Drehleiter für den Rettungsdienst da. Mittels Krankentragehalterung oder Abseilvorrichtung und Schleifkorbtrage können wir Patienten aus großen Höhen schonend und schnell retten. Meist ist dies der Fall, wenn auf Grund der baulichen Gegebenheiten oder medizinischer Indikationen eine Rettung über das Treppenhaus nicht möglich ist.

Aber auch das weniger häufiger, aber genauso wichtige Retten aus Höhen und Tiefen im Rahmen einer Notlage würde geübt. Über einen Leiterbock wurde eine Schachtrettung geübt und mittels Abseilgerät und Rettungstuch ein Kollege aus einer Grube gerettet. Dank der vielen Möglichkeiten, sich Anschlagpunkte zu bauen, konnte auch das Thema redundante Sicherung in die Übungen mit eingebaut werden. Abschließend wurde mittels des Satz Absturzsicherung auch das sogenannte Vorsteigen zu einem Patienten geübt. Vorsteigen ist immer dann vonnöten, wenn es zu einem zu erreichenden Patienten noch keine sichere Aufstiegsmöglichkeit gibt. Hierbei werden durch die Kolleginnen und Kollegen während des Besteigens eines Objektes eigene Sicherungspunkte mittels Bandschlingen geschaffen und somit ein sicheres Besteigen ermöglicht. /pw

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